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Review · Strategie

Civilization 3: Play the World

Die Wikinger haben Krieg mit den Indern? Die Kelten haben die Pyramiden erbaut? Die Mongolen bauen Raumschiffe? Sicher, viel hat das mit unserer Welt nicht gemeinsam, im Civilization 3 Addon „Play the World“ kann dies aber schon bald Realität…

Titelbild zu Civilization 3: Play the World
Die Wikinger haben Krieg mit den Indern? Die Kelten haben die Pyramiden erbaut? Die Mongolen bauen Raumschiffe? Sicher, viel hat das mit unserer Welt nicht gemeinsam, im Civilization 3 Addon „Play the World“ kann dies aber schon bald Realität werden. Ob sich der Kauf lohnt und was das Addon alles bringt, erfährt man hier!

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Für alle, die sich noch nicht lange mit Computerspielen beschäftigen, eine kleine Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse. Vor vielen Jahren erschien Civilization und raubt so manch einem Strategen die eine oder andere Nacht. Einige Jahre später wurde der zweite Teil nachgeschoben und konnte wieder viele Spieler in den Bann ziehen. Nach einigen Ausritten in Richtung Colonization und „Call to Power“ erschien endlich Civilization 3 und sorgte wieder für dunkle Augenränder. Allerdings gab es auch Kritik, denn der lange versprochene Multiplayermodus fehlte auch im dritten Teil. Diese Lücke schließt das Addon nun endlich, doch dazu später. Da das Hauptprogramm bei uns nicht im Test war, soll kurz auf das Spielprinzip eingegangen werden. Ziel ist es, eine Zivilisation von den kargen Anfängen der Urzeit bis ins Raumzeitalter zu begleiten. Neben dem Aufbau der Gemeinschaft, der Erkundung und Besiedlung des Kontinentes und der Erforschung neuer Technologien trifft man früher oder später auf andere Völker. An diesem Punkt beginnt eigentlich das Hauptspiel, denn Ziel ist es, entweder alle Gegner von der Matte zu putzen, zuerst ein Raumschiff zu bauen und zu Alpha Centauri zu fliegen oder einfach durchzuhalten und sein Volk zu festigen. Das Addon erweitert die Siegbedingungen um einige interessante Punkte. So gibt es unter anderem als neue Siegbedingungen „Königsmord“ und „Vernichtung“. Bei ersterer reicht es, den König eines Landes zu töten. Der König ist eine ganz normale Einheit, die allerdings vom Gegner vehement verteidigt wird. Ist der König tot, ist das Volk am Ende. Bei letzterer kann sich ein Sieg noch schneller einstellen, denn es reicht, wenn man eine Stadt des Gegners erobert.

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Grafisch hat sich mit dem Addon allerdings nicht viel getan. Weiterhin bleibt das ganze Spiel eher strategisch als grafisch opulent. Der Spieler behält dank der Perspektive die Übersicht, wird aber sicher von niemandem ob der grafischen Schmankerl beneidet werden. Strategen wird’s kaum stören. Für die Fortsetzung der Reihe wäre eine grafische Überarbeitung aber mehr als notwendig. Im Gegensatz zu den ersten Teilen der Reihe sind die Figuren aber besser animiert und haben wesentlich mehr Bewegungsstufen. Die Akustik ist auch wie eh und je. Der Sound klingt recht ansprechend, eine Sprachausgabe während des Spiels wäre aber eine Sache, die sich wohl jeder Spieler wünschen würde. Auch in Sachen Steuerung kann man sich nicht beklagen. Das Spiel steuert sich mit einer Mischung aus Tastatur und Maus komfortabel und geht keine Risiken ein.
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Nun soll aber auf die eigentlichen Neuerungen des Addons eingegangen werden. Neben den bereits erwähnten neuen Siegbedingungen treten auch acht neue Zivilisationen auf den Plan. So trifft man nun auch auf erwähnte Wikinger, Spanier, Karthager, Mongolen, Kelten und einige mehr. Jede dieser Zivilisationen hat eine eigene Spezialeinheit. So können Wikinger Berserker bauen, die in der Masse feindliche Städte überrennen, Mongolen bauen Tartaren und die Kelten haben ihre gallischen Schwertkämpfer. Insgesamt wird der strategische Anspruch durch die neuen Völker sehr nach oben geschraubt, da man sich teilweise vollkommen neue Taktiken ausdenken muß. Damit auch Fans anderer Völker etwas vom Addon haben, wurde ein neues Weltwunder und viele neue Stadtmodernisierungen eingebaut. Die wichtigste Neuerung ist jedoch der Mehrspielermodus, der auf verschiedenen Wegen erfolgen kann. Es ist nun endlich möglich, Spiele über das Internet oder das LAN zu spielen. Da eine Party bei Zivilisation länger dauern kann, kann jederzeit gespeichert werden. Eine weitere interessante Möglichkeit ist das Spiel via Email. Bei dieser Art des Spiels wird nach dem Zug abgespeichert und der Spielzug seinem Kontrahenten per Mail gesendet. Dieser zieht nun für sich und schickt den neuen Spielstand zurück. Auf diese Art und Weise kann das Spiel allerdings ziemlich lange dauern. Hier wäre es vielleicht günstiger gewesen, wenn das Programm selbst den Zug verschickt, denn so ist der Spieler immer wieder gezwungen, das Spiel zu beenden, den Spielstand zu kopieren und abzusenden. Dann muß der erhaltene Spielzug wieder ins Programm kopiert werden, das Programm gestartet werden usw. Jeder Spieler von Civilization 3 wird sich ausmalen können, wie lange dies dauert. Trotzdem ist diese Art des Mehrspielermoduses eine Schritt in die richtige Richtung und eignet sich für Spieler, die nicht 5 Stunden am Stück spielen können.

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Als weitere Neuerung wurden neuen Szenarios für den Einzel- und Mehrspielermodus ins Programm integriert. Auch ist es jetzt möglich, während des Spiels mit dem Gegner über einen Sprachchat zu kommunizieren. Insgesamt bietet das Addon also viele Möglichkeiten und ist für wahre Fans schon fast ein Pflichtkauf. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings schon, denn in seiner momentanen Version neigt das Programm regelmäßig zu Abstürzen. Spielern ist es also zu empfehlen, die Autospeicherung einzuschalten und regelmäßig nach Updates zu schauen.

Fazit

Civilization 3 „Play the World“ ist ein gutes Addon geworden. Die Abstürze zehren zwar an den Nerven, doch das alte Suchtgefühl keimt schnell wieder auf. Gelegenheitsspieler kommen aber auch ohne das Addon aus, denn die Hauptlast liegt eindeutig auf dem Mehrspielermodus, der sehr gut gelungen ist.

Systemanforderungen

Systemangaben: Rechner mit 800 Mhz, 256 MB Ram, 490 MB Festplattenspeicher Voraussetzungen: Rechner mit 400Mhz, 32MB Ram, 490MB Festplattenspeicher