Deine Anlaufstelle für SpielehilfenHilfe & FAQ

Review · Action

Half-Life: Blue Shift

Black Mesa – allein die Nennung dieses Namens läßt Massen von Computerspielern in stiller Andacht versinken, Gunmen die Köpfe senken und Counterstrike (Anti-) Terroristen für einen Moment den Konflikt vergessen. Nun kehren wir wieder zurück an…

Titelbild zu Half-Life: Blue Shift
Black Mesa – allein die Nennung dieses Namens läßt Massen von Computerspielern in stiller Andacht versinken, Gunmen die Köpfe senken und Counterstrike (Anti-) Terroristen für einen Moment den Konflikt vergessen. Nun kehren wir wieder zurück an den Ort an dem alles begann.

Für alle, die mit dem ganzen Text bisher nichts anfangen können, soll noch einmal kurz eine Zusammenfassung folgen.

Review-Screenshot
Half-Life ist ein legendärer Egoshooter, der neben dem Ballern auch intensiv auf eine gute Story setzte. Bisher erschien ein Add-on (Opposition force), ein Spiel, das von Fans entwickelt wurde (Gunmen Chronicles) und ein riesengroßer Stapel von Mods, allen voran Counterstrike. Half Life kann also auf eine glorreiche Vergangenheit blicken. Der neue Sproß, Blue Shift, verschlägt uns zurück in die Forschungsstation Black Mesa. Diesmal spielen wir in der Rolle eines Wachmannes, der eigentlich nur einen ruhigen Tag haben wollte. Dann kam jedoch alles anders. Plötzlich erscheinen Aliens und viele böse Soldaten, die unserem Blaukittel an den Wachkragen wollen. Da es so natürlich nicht gehen kann, schultern wir alles, was irgendwie nach Waffe aussieht und schießen uns den Weg frei.

Review-Screenshot
Wie schon die Vorgänger verwendet Blue Shift die Half Life Engine. Da diese mittlerweile schon etwas in die Jahre gekommen ist, liefert Vivendi (ehemals Sierra) gleich den „High Definition“ Pack mit der die ganze Station in ein neues grafisches Licht taucht. Alle Objekte wirken nun wesentlich detaillierter und feiner. Positiv ist anzumerken, daß nach Anwendung des Packs nicht nur Blue Shift sondern auch Half Life und Opposition Force in neuem Glanz erscheinen Wunder kann allerdings auch dieser Pack nicht vollbringen, da die Grafikengine die selbe bleibt. Fans wird dies nicht weiter stören, da bei Half-Life schon immer die Story im Vordergrund stand und man sich in den Gemäuern auch irgendwie heimisch fühlt. Immer wieder schön anzuschauen sind auch etliche „scripted events“, die in der Spielgrafik stattfinden und einen großen Reiz des Programms ausmachen. Insgesamt tr%E
Die Steuerung hat sich seit dem ersten Half Life Teil eigentlich nicht verändert. Nach wie vor ist die bewährte Methode mit Maus und Tastatur den anderen Möglichkeiten vorzuziehen. Natürlich kann auch jeder die Steuerung seinen eigenen Bedürfnissen anpassen. Im Tutorial lernt unser Wachmännchen schnell, wie man sich bewegt und mit Waffen und Fahrzeugen umgeht. Auch wenn das Training in Opposition Force amüsanter war, ist ein Training für jeden alten Spieler Pflicht. Neue Steuerungsmöglichkeiten gibt es allerdings nicht. Auch Anfänger werden schnell mit den wenigen nötigen Befehlen klarkommen und schnell Erfolge erzielen. Auch der Rest des Programms ist vom Schwierigkeitsgrad her eher niedrig angesiedelt.

Review-Screenshot
Große Hindernisse gibt es im ganzen Spiel nicht. Dies ist leider auch ein Grund für die sehr kurze Spielzeit. Die meisten Spieler werden das Programm in ca. 4 Stunden bewältigt haben. Insgesamt gibt es eigentlich nur ein bis zwei richtig schwere Rätsel. Der niedrige Schwierigkeitsgrad spricht gerade neue Spieler an. Alte Half-Life Veteranen werden etwas enttäuscht sein, wenn die Aufgabe gelöst ist. Doch auch wenn das Spiel nur relativ kurz ist, erlebt man doch eine Menge. Anfangs gilt es in einen bestimmten Komplex zu gelangen, dann muß ein Forscher gefunden werden, der allerdings von den Marines verschleppt wurde. Schließlich fehlt noch eine Batterie, um den Teleporter zu aktivieren. Auch in Blue Shift macht man wieder einen kurzen Ausflug in die Welt Xeen und darf dort mit einigen Geräten experimentieren. Natürlich geht das nicht so einfach. Überall lauern Aliens und Marines, die es auf uns abgesehen haben. Leider gibt es bei den Gegnern keine Überraschungen oder Neuerungen. Die einzig größere Herausforderung ist ein Panzer. Es gibt noch nicht mal einen Endgegner. Mit diesem Fakt nimmt Blue Shift unter den 3D Shootern eine ganz neue Rolle ein. Noch nie gab es einen Shooter ohne Endgegner. Leider ist man dadurch aber auch vom Ende überrascht. Trotzdem hat man natürlich auch mit den restlichen Wesen genug zu tun. Um diese zu bekämpfen steht unserem Helden eine ganze Auswahl an Kriegswerkzeug zur Hand. Auch hier fehlen leider Neuerungen. Und nicht nur das! Die aus den anderen Teilen beliebten Alienwaffen wurden ebenfalls ausgegliedert. Unser Wachmann bekommt es also mit sehr konventionellem Kriegsgerät zu tun. Von der Pistole über Maschinengewehr bis hin zum Raketenwerfer reicht das Angebot. Für den Einsteiger mag es reichen, aber alte Fans werden auch hierüber etwas enttäuscht sein.

Auch Blue Shift bietet wieder einen sehr guten Mehrspielermodus an, der den bekannten in nichts nachsteht. Wieder können bis zu 32 Spieler in verschiedenen Spielmodi gegeneinander antreten. Da aber viele Spieler ihre Half Life Online Heimat gefunden haben, ist fraglich, ob viele Blue Shift nur wegen diesem Angebot nutzen werden. Wie auch schon die anderen Half Life Episoden wurde die deutsche Version von allen Bluteffekten befreit. Wissenschaftler kauern sich wie immer hin wenn sie beschossen werden und aus den Marines wurden Roboter.

Fazit

Insgesamt erhält der Spieler mit Blue Shift ein neues Abenteuer aus dem Black Mesa Komplex, welches allerdings sehr kurz geraten ist. Auch Neuerungen oder Überraschungen sollte man nicht erwarten. Blue Shift verkürzt die Wartezeit auf Half Life 2, bringt aber bis auf den High Definition Pack keinerlei neue Impulse. Für den Preis von 30 DM können Veteranen etwas gegen die Entzugserscheinungen tun und Neulinge mal in die Welt von Half Life hineinschnuppern. Zu mehr reicht es aber nicht.

Systemanforderungen & Support

Ja

Systemanforderungen

Systemangaben: Rechner mit 800 Mhz, 128 MB Ram, 3D Karte, Windows Voraussetzungen: P266, 32 MB Ram, Windows 95, 98