Spiele, mit einer „3“ im Titel weisen meist auf besondere Spiele hin. Selbst große Klassiker wie Baldurs Gate haben es bisher nur auf zwei Teile gebracht. Ganz selten schaffen es Spiele, noch höhere Regionen zu erklimmen. Serien wie Ultima, Might…
Spiele, mit einer „3“ im Titel weisen meist auf besondere Spiele hin. Selbst große Klassiker wie Baldurs Gate haben es bisher nur auf zwei Teile gebracht. Ganz selten schaffen es Spiele, noch höhere Regionen zu erklimmen. Serien wie Ultima, Might & Magic oder Leisure Suit Larry haben über lange Zeit Spieler gefesselt. Nun hat es auch das Moorhuhn bis zum dritten Teil geschafft. Ist dieses Spiel aber nun ein richtig gutes Spiel oder immer noch ein Lückenfüller für Bürokräfte?
Doch schauen wir zuerst einmal zu den Vorgängern. Als das erste Moorhuhn auf die Welt kam, war es um viele Menschen geschehen. In vielen Büros wurden nur noch die Hühnchen abgeknallt, die Tierschützer gingen auf die Barrikaden und Firmenchefs verboten das Spiel. Woran lag es? Moorhuhn war einfach ein simples Spiel, bei dem man schnell Erfolge erzielte und nicht erst in langen Anleitungen blättern mußte. Die folgenden Programme der Moorhuhnserie setzten auf mehr Rätsel. Nun war es wichtig, bestimmt Ziele in der richtigen Reihenfolge abzuschießen, um verstecke Schätze freizulegen. Am Spielprinzip hat sich auch im neuen Teil nichts geändert. Wieder schießt man auf Moorhühner, Steine, Blätter und andere Sachen, die dem Spieler Punkte bringen. Einzige Änderung ist das Szenario, denn diesmal jagen wir das Federvieh am Meer. Technisch hat sich nicht viel getan. Moorhuhn 3 aus wie Moorhuhn-Spiele schon immer aussahen. Bunt, comichaft und nicht besonders abwechslungsreich. Leider gibt es auch in der aktuellen Fassung nur einen Level. Hier hätten die Designer wirklich etwas tun können, denn auch den Gelegenheitsspieler freut es, wenn er mal etwas anderes vor die Flinte bekommt. Eben genannte kann diesmal mit drei Munitionsarten benutzt werden. Diese muß man sich allerdings erst frei schießen. Auch der Sound hat sich nicht sonderlich gebessert. Außer ein paar Schüssen und dem Gackern des Federviehs ist nichts zu hören.
#s#irght#s#Wenn wir einmal bei altbekannten Sachen sind, wollen wir gleich noch auf die Steuerung eingehen. Auch hier hat sich natürlich nichts verändert. Weiterhin zielen wir mit der Maus auf das geliebte Huhn und drücken unbarmherzig ab. Die simple Steuerung verrät uns auch die Gesamtkomplexität des Spiels. Moorhuhn 3 ist wirklich nur ein Spiel für zwischendurch. Im Gegensatz zum ersten Teil kostet dieser Teil nun auch ein paar Euros. Aus diesem Grund sollten sich auch Gelegenheitsspieler überlegen, ob sie ihr Geld nicht vielleicht besser in eine Budgetversion eines komplexeren Spiels investieren. Aber bei der vielen Kritik, die es am Moorhuhn gibt, gehen die positiven Seiten leicht unter. Wer es wirklich schafft, Gefallen an dem Spielprinzip zu finden, wird lange Zeit beschäftigt sein, um alle Geheimnisse des Spiels zu entdecken. Gerade der Abschuß des sporadisch auftauchenden Moorfrosches ist eine Wissenschaft für sich. Mittlerweile gibt es auch eine Online-Highscoreliste, in der alle Rekorde der Spieler aufgezeichnet werden.
Zusätzlich zum eigentlichen Moorhuhnspiel ist auch ein weiteres „Spiel“ namens „Fische versenken“ auf der CD. Dieses Spiel sprengt nun aber endgültig den Rahmen des Ertragbaren. Das ganze „Spiel“ besteht aus einem Druck auf die Leertaste. Danach wird per Zufall entschieden, wieviel Fische an dem Dynamitwurf zu Grunde gegangen sind. Der Spieler hat keinerlei Einfluß auf das Ergebnis. Auch der Druck auf die Leertaste löst nur den Wurf aus und hat keinerlei taktische Bedeutung. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, gibt es sogar für diesen Unsinn eine Online-Highscore-Tabelle. Man kann es wirklich auch übertreiben.
Fazit
Moorhuhn 3 ist ein Moorhuhn wie eh und je. Keine spielentscheidenden Neuerungen, keine Abwechslung, keine Überraschungen. Auch in der dritten Auflage bleibt Moorhuhn ein Spiel für Hardcorefans und Leute, die mit Tetris so ihre Probleme haben. Für normale Spieler gibt es einfach zu wenig Langzeitmotivation. Als kostenloses Spiel war die Hühnerschar ja noch zu ertragen.
Systemanforderungen
Systemangaben: Rechner mit 450Mhz, 128 MB Ram, 15MB Festplattenspeicher
Voraussetzungen: Rechner mit 233Mhz, 64 MB Ram, 15 MB Festplattenspeicher