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Die Gilde - Review

Die Gilde

Titel:
Die Gilde
Genre:
Aufbausimulation
Publisher:
JoWood
Max. Spieler:
Multiplayer
Autor:
Matthias Jentsch

ScreenshotFür viele Spieler ist natürlich auch der zweite Teil des Spiels – das Gemeindeleben – interes-sant. Auch hier wurden viele neue Möglichkeiten geschaffen. Die Palette reicht von Spionage über Sabotage bis hin zu Verleumdung. Auch ist es natürlich wieder möglich, den Gegner vor Gericht zu zerren. Jetzt ist es sogar bei schweren Verbrechen möglich, das der Angeklagte hingerichtet wird. Natürlich schlafen auch die Computergegner nicht und versuchen mit allen Mitteln, den Spieler in die Enge zu treiben. Eine sehr schöne Erweiterung ist der Familien-stammbaum. Im Vorgänger hatte man mit seiner Familie eigentlich wenig am Hut. Jetzt kann es sogar vorkommen, das ein Mitglied der eigenen Familie im Stadtrat sitzt. Dann sollte die Wahl in selbigen nicht schwerfallen. Schwierig wird es natürlich, wenn die ach so geliebte Schwester bei der Erbschaft des Vaters übergangen wurde und nun ziemlich stinkig ist. Ja, „Die Gilde“ bietet wirklich viel Raum für Intrigen und böse Überraschungen. Auch grafisch wurde das Spiel sehr schön gestaltet. Die Stadt erscheint in 3D Grafik, die zoom- und drehbar ist. Zur besseren Übersicht läßt sich auch eine 2D Karte einblenden. Auch die Innenräume der Gebäude sehen sehr hübsch aus. Einige Punkte hätten allerdings noch eingebaut werden kön-nen. So bekommt man zwar ab und an die Meldung, daß eine Hochzeit stattfindet, doch bleibt die Kirche leer. Auch zum Gottesdienst befindet sich kein Mensch in der Kirche. Nur ein Schriftstück informiert über die Besucherzahl.

Ein weiterer Kritikpunkt ist, daß kleine Erweiterungen an den eigenen Gebäuden, wie bei-spielsweise Dornenhecken, nicht dargestellt werden. Auch ist die Nahansicht der Personen nicht besonders gelungen. Von der Nähe gesehen wirken die Animationen der Menschen eher etwas abgehackt und ruckartig. Insgesamt stört dies aber das Spiel nicht, denn ansonsten er-strahlt die mittelalterliche Welt in schönem Gewand.

ScreenshotAuch musikalisch wurde auf traditionelle Musik gesetzt. So ertönen neben Lautenklängen in vielen Gebäuden spezielle Soundeffekte, die das Geschehen in eine schöne Soundkulisse bet-ten. Die Sprachausgabe klingt auch gut, kann aber teilweise etwas nerven. Freunde mittelal-terlicher Klänge wird das aber nicht stören.

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