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Diablo 2 - Review

Diablo 2

Titel:
Diablo 2
Genre:
Action-Rollenspiel
Publisher:
Blizzard
Max. Spieler:
7
3D-Support:
Ja
Autor:
Matthias Jentsch

ScreenshotEine weitere Veränderung zum ersten Teil stellen die Heldentypen an sich dar. Als Spieler bekommen wir die Wahl zwischen Barbar, Paladin, Amazone, Zauberin und Necromancer. Gerade diese Auswahl hat direkten Einfluß auf den Schwierigkeitsgrad. Laut Blizzard sollen die Helden zwar gut ausbalanciert sein, in der Praxis offenbaren sich jedoch schnell die Stärken und Schwächen der einzelnen Helden. So hat der Necromancer beispielsweise extreme Probleme mit seiner magischen Energie. Hinzu kommt, daß er nur schlecht schweren Schaden anrichten kann. Anfangs spielt er sich noch recht einfach, ab dem dritten Akt wird es jedoch ziemlich schwer für ihn. Ein weiterer Punkt, der direkten Einfluß auf die Schwierigkeit hat, ist das neue Fertigkeitensystem. Zum einen erhält jeder Held beim Stufenanstieg Punkte, welche er auf seine Werte verteilen darf, zum anderen erhält man einen Punkt, den er auf seine Spezialfähigkeiten verteilen kann. Wer diese Punkte unüberlegt verbraucht, kann in den späteren Spielabschnitten nur schwerlich mithalten.

Zum ersten Teil, ist das Sterben im Spiel, auch eine weitere Veränderung. Wer im ersten Teil starb, war unwiederbringlich tot. Es blieb der einzige Griff zum alten Savegame. Wer in Diablo 2 stirbt, wird sofort wieder in der jeweiligen Heimatstadt abgesetzt. Man verliert einzig und allein einige Goldmünzen. Wenn man sich dann zurück an den Todesort begibt, kann man alle seine Gegenstände wieder aufnehmen. Positiv kann man vermerken, daß bereits angerichteter Schaden am Gegner noch vorhanden ist. Mit anderen Worten: Auch wenn man 30 mal stirbt, hat man noch die Möglichkeit, dem Endgegner immer wieder etwas von seiner Energie abzuziehen um schließlich das Spiel doch noch zu beenden.

ScreenshotEine weitere Änderung zum Vorgänger betrifft das Speichersystem. Es ist leider nicht mehr möglich, an jedem Punkt des Spiels zu speichern. Theoretisch ist dies zwar möglich, doch befindet man sich beim Laden des Spielstandes immer wieder in der Heimatstadt. Glücklicherweise gibt es ein Waypoint-System, mit dem man schnell durch die verschiedenen Schauplätze eines Aktes springen kann. Die vier Akte sind nicht frei anwählbar. Vielmehr muß man in einem Akt alle gestellten Aufgaben erfüllen, um dann in den nächsten Akt voranschreiten zu dürfen. Ein weiteres Problem, welches vielen Helden zu schaffen machen wird, ist der zu knappe Platz im Rucksack. Nach kurzer Spieldauer läßt man etliche Waffen und Rüstungen links liegen, weil man nicht schon wieder Lust hat, zurück ins Lager zu laufen. Es besteht zwar die Möglichkeit, Tränke im Gürtel und Schriftrollen in Folianten zu speichern, doch bleibt der Platz sehr begrenzt. Einige Neuerungen im Spiel verlangen aber dringend nach Platz. So gibt es jetzt beispielsweise zusammengehörende Ausrüstungssets. Diese entfalten ihre volle Wirkung erst, wenn alle Teile gefunden wurden. Durch den geringen Platz ist es aber nicht möglich, alle Sachen aufzuheben. Zwar steht in unserem Lager noch eine Truhe bereit, doch auch in diese paßt nicht sehr viel. Im angekündigten Add-on soll allerdings genau dieser Punkt endlich verbessert werden. Diablo 2 lag zum Test in der deutschen Version vor. Diese ist in den meisten Punkten sehr gut gelungen. Einzig und allein einige Monsternamen locken eher ein Lächeln als den Angstschweiß hervor. Was sollen auch Namen wie „Baumklopf Holzfaust“ und „Kaltwurm der Gräber“ bewirken? Aber auch diese Details stören den Spielablauf nicht.

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